Deutlicher Anstieg bei Schäden der Kraftstoffanlage


Aktuelle Auswertung von CarGarantie zur Schadenverteilung

Die CG Car-Garantie Versicherungs-AG, einer der führenden und erfahrensten Garantie- und Kundenbindungs-Spezialisten in Europa, hat die Statistiken seiner Versicherungsbestände ausgewertet und gibt Einblick in die Ergebnisse. CarGarantie zählt mit über 2,1 Millionen Garantieverträgen und mehr als 23.000 Vertragspartnern zu den renommiertesten Spezialversicherern Europas.
Die Auswertung erfolgte auf der Basis von 688.824 ausgelaufenen Gebrauchtwagen-Garantien und 251.593 ausgelaufenen Neuwagen-Anschlussgarantien mit Laufzeiten von 12, 24 und 36 Monaten, die sich aus allen Marken und Modellen zusammensetzen.

Hohe technische Komplexität führt zu hohen Reparaturkosten
Die komplexe Ausstattung eines modernen Fahrzeugs ist für den Fahrkomfort ein großer Vorteil: Hilfs- und Sicherheitsfunktionen unterstützen den Fahrer nicht nur dabei, jederzeit die Übersicht zu behalten und das Verkehrsgeschehen aufmerksam zu verfolgen, sondern sind auch stets wachsam und warnen vor potenziellen Gefahrensituationen. Selbst Bauteile, die wenig auf automatisierte Prozesse zurückgreifen, werden immer komplexer, benötigen eine feinere Abstimmung und integrieren zunehmend Absicherungssysteme.
Was für den Fahrkomfort ein Vorteil ist, sorgt in der Werkstatt für höhere Kosten: Mit zunehmender Komplexität steigt nicht nur die Anfälligkeit für Schäden, sondern auch der Reparaturaufwand. Aus der Auswertung von CarGarantie geht hervor, dass die durchschnittlichen Reparaturkosten stabil geblieben sind. Sie liegen bei 502 Euro pro Schadenfall.
Bei den Gebrauchtwagen ist nach wie vor der Motor der Spitzenreiter unter den kostspieligsten Schäden und hat seinen Anteil von 21,7 % auf 22,9 % erhöht. Auf den Plätzen 2 bis 4 gibt es nur wenige Unterschiede zum Vorjahr (Abb. 1): Dem Motor folgen die Kraftstoffanlage (inklusive Turbo-lader) auf Platz 2, das Getriebe auf Platz 3 (2015: Platz 4) und die elektrische Anlage auf Platz 4 (2015: Platz 3).
Bei den Neuwagen-Anschlussgarantien stellt sich das Bild anders dar. Hier liegt die Kraftstoffanlage (inklusive Turbolader) mit 20,2 % und damit einem Plus von 7,3 Prozentpunkten im Vergleich zum Jahr 2015 vor dem Motor auf dem ersten Platz. Damit machen Schäden an der Kraftstoffanlage mehr als ein Fünftel der Regulierungssumme für Neuwagen aus (Abb. 2). Der Kostenanteil übertrifft hierbei nicht nur den vergleichsweise niedrigen Anteil von 2015, sondern auch den der vorhergehenden Jahre deutlich. Auf den folgenden Plätzen findet sich der Motor mit 15,8 % auf Platz 2 und das Getriebe mit einem Zuwachs von mehr als 3 Prozentpunkten und einem Anteil von 13,7 % auf Platz 3. Die elektrische Anlage liegt mit 11,4 % auf Platz 4.

Kraftstoffanlage das schadenanfälligste Bauteil
Auch bei der Schadenhäufigkeit dominiert in diesem Jahr die Kraftstoffanlage. Bei den Gebrauchtwagen verbucht sie einen Zuwachs (+0,3 auf 19,6 %) und bleibt auf Platz 1. Mit 17,7 % befindet sich der Anteil der elektrischen Anlage weiterhin auf dem zweiten Platz. Motor und Komfortelektrik liegen mit 10,9 % bzw. 10,4 % auf den Plätzen 3 und 4 (Abb. 3).
Größere Unterschiede zum Vorjahr sind bei den Neuwagen festzustellen: Die Kraftstoffanlage liegt mit 21,6 % (2015: 15,0 %) auf dem ersten Platz der schadenanfälligsten Bauteile (Abb. 4). Auch bei den folgenden Plätzen steigen die Anteile der Schadenfälle teilweise deutlich an: Die elektrische Anlage auf Platz 2 steigert sich um 0,8 Prozentpunkte auf 17,5 % (Platz 2), das Kühlsystem sogar um 3 Prozentpunkte auf 11,3 % (Platz 3). Bei der Komfortelektrik steigert sich der Schadenanteil um 0,2 Prozentpunkte auf 7,7 % (Platz 4).

Neuwagen: Schäden schon bei kürzerer Laufleistung
Die Statistik zu Schadenfällen nach Laufleistung zeigt bei den Gebrauchtwagen wiederum kaum Unterschiede zum Vorjahr: Mit 31,7 % ist der Anteil der Gebrauchtwagen, die noch während der ersten 5.000 km eine Garantieleistung in Anspruch nehmen müssen, unverändert.
Anders die Neuwagen: In den Bereichen bis zu 25.000 km Laufleistung ist in jeder Kategorie ein Anstieg von durchschnittlich rund 2 Prozentpunkten festzustellen (Abb. 5). Insgesamt müssen 31,7 % der Wagen schon vor einer Laufleistung von 25.000 km Garantieleistungen in Anspruch nehmen.
Dieser Trend kehrt sich bei der Aufstellung von Schäden nach Tagen um. Bei den Gebrauchtwagen sind nur geringfügige Änderungen festzustellen: 81,8 % der Schäden finden im ersten Jahr statt (2015: 81,5 %). Bei den Neuwagen ist es jedoch umgekehrt: Mussten im Vorjahr 57,3 % der Garantieleistungen während des ersten Jahrs in Anspruch genommen werden, beträgt dieser Anteil 2016 48,9 % (Abb. 6). Von der Laufleistung gesehen finden die Schäden also früher statt, in der zeitlichen Einordnung jedoch durchschnittlich später.

Axel Berger, Vorstandsvorsitzender CarGarantie:
„Die Reparaturkosten für Fahrzeuge bewegen sich weiterhin auf hohem Niveau, wie die aktuelle Schadenauswertung deutlich macht. Das liegt vor allem an der zunehmenden Komplexität der Fahrzeugtechnik, die zwar dem Fahrer vieles erleichtert, im Schadenfall jedoch auch zu hohen Kosten führt. Eine Absicherung vor diesen Kosten ist daher in jedem Fall anzuraten, nicht nur bei Gebrauchtwagen, sondern auch im Neuwagenbereich. Eine Gebrauchtwagen- oder Neuwagen-Anschlussgarantie hat Vorteile für alle Seiten: Für den Kunden, der vor überraschenden Reparaturkosten geschützt ist, ebenso wie für den Händler, der neben der höheren Werkstattauslastung auch ein zusätzliches Qualitätsmerkmal bietet und somit die Kundenzufriedenheit und -bindung maßgeblich verbessern kann. CarGarantie ist mit rund 50 Jahren Erfahrung ein zuverlässiger Partner für Garantie- und Kundenbindungs-Lösungen. Wir sind immer bemüht, für jeden unserer Partner eine perfekt auf ihn zugeschnittene Lösung zu finden.“