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Reparaturkosten steigen auf über 760 Euro – Elektrik gewinnt weiter an Bedeutung

Erst kürzlich hatte eine Erhebung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft einen deutlichen Anstieg von Ersatzteilkosten und Stundensätzen festgestellt. Die aktuelle Schadenanalyse von
CarGarantie bestätigt nun den bereits befürchteten Trend: Der seit Jahren anhaltende Kostenanstieg bei der Fahrzeugreparatur hat sich auch 2025 ungebrochen fortgesetzt wurde und erreichte im vergangenen Jahr eine neue Höchstmarke.

Vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten und konjunktureller Schwankungen überrascht es daher kaum, dass die durchschnittlichen Reparaturkosten 2025 mit rund 764 Euro erneut spürbar über den bereits hohen 718 Euro des Vorjahres liegen. Der erneute Preissprung setzt eine Entwicklung fort, die im Jahr zuvor bereits zu einem außergewöhnlich starken Anstieg geführt hatte.

Wie in jedem Jahr hat CarGarantie rund eine Million ausgelaufene Garantieverträge für Neu‑ und Gebrauchtfahrzeuge analysiert, um die durchschnittlichen Reparaturkosten zu ermitteln und zentrale Trends bei Schadenhäufigkeit und Schadensumme herauszuarbeiten. Die Ergebnisse zeigen: Während der deutliche Anstieg der Kosten einerseits auf globale wirtschaftliche Herausforderungen zurückzuführen ist, verstärkt die zunehmende technologische Komplexität moderner Fahrzeuge gleichzeitig die Belastung. Elektrische Anlagen, elektronische Steuerungssysteme und eine Vielzahl sensibler Komponenten reagieren empfindlich auf Störungen – und Reparaturen werden entsprechend aufwendiger.

Fahrzeughalterinnen und Fahrzeughalter reagieren zunehmend sensibel auf die steigenden Kosten: Laut den neuesten Zahlen des DAT-Reports 2026 geben fast 60 % an, aufgrund der hohen Preise seltener Werkstätten aufzusuchen. Nicht nur entgehen hierdurch dem Handel Erträge aufgrund schlechterer Werkstattauslastung, es sinken auch die Kundenzufriedenheit und die Bindung an das Unternehmen. Umso bedeutender ist es, den Kundinnen und Kunden eine Möglichkeit zu bieten, sich gegen diese Kosten abzusichern.

 

Elektrische Anlage erstmals teuerstes Bauteil bei Neuwagen

Der Motor bleibt bei Gebrauchtwagen weiterhin die kostenintensivste Baugruppe, sein Anteil an der gesamten Schadenregulierungssumme liegt 2025 bei 24,2 % und damit leicht unter dem Vorjahreswert von 26 %. Die Kraftstoffanlage inklusive Turbolader folgt mit 17,2 % (Vorjahr: 17,7 %), während die elektrische Anlage von 12,9 auf 13,6 % steigt. Bei Neuwagen bestätigt sich der Trend der letzten Jahre noch deutlicher: Die elektrische Anlage erreicht 2025 einen Anteil von 19,3 % und überholt damit erstmals den Motor. Der Motor fällt mit 16,9 % (Vorjahr: 18,4 %) auf Platz 2, dahinter liegt die Kraftstoffanlage mit 13,4 % (Vorjahr: 15,5 %)

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Elektrische Anlage am häufigsten defekt

Auch bei der Schadenhäufigkeit zeigt sich ein vertrautes Bild. Die elektrische Anlage bleibt sowohl bei Neu‑ als auch bei Gebrauchtwagen die am häufigsten betroffene Baugruppe. Bei Gebrauchtwagen steigt sie von 21,5 % auf 23,2 %, während sie bei Neuwagen mit 28,8 % deutlich über dem Vorjahreswert von 26,1 % liegt. Die zunehmende Anfälligkeit elektrischer Systeme bestätigt damit die bereits in den Vorjahren prognostizierte Entwicklung: Mit wachsender Komplexität steigen sowohl die Reparaturintensität als auch die Wahrscheinlichkeit von Defekten. Bei Gebrauchtwagen folgt auf Platz 2 die Kraftstoffanlage inklusive Turbolader mit 17,6 % (Vorjahr: 18,2 %), bei Neuwagen die Komfortelektrik mit 15,2 % (Vorjahr: 14,9 %). Platz 3 nimmt bei Gebrauchtwagen der Motor mit 12,4 % ein (Vorjahr: 13,5 %), bei Neuwagen die Kraftstoffanlage mit 10,8 % (Vorjahr: 12,9 %).

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Zeitpunkt des Schadeneintritts stabil

Der Zeitpunkt des Schadeneintritts bleibt weitgehend stabil. Bei Gebrauchtwagen traten 2025 in 27,5 % der Fälle die Schäden innerhalb der ersten 5.000 Kilometer auf (Vorjahr: 27,1 %), während 20,0 % der Schäden erst nach mehr als 25.000 Kilometern registriert wurden (Vorjahr; 21,0 %). 26,7 % der Schäden bei Gebrauchtwagen treten erst nach über 360 Tagen auf (Vorjahr: 25,8 %).

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Dr. Marcus Söldner, Vorstandsvorsitzender CarGarantie:

„Die Entwicklung bestätigt unsere Erwartungen. Schon in den vergangenen Jahren war absehbar, dass sich die Reparaturkosten aufgrund der globalen wirtschaftlichen Lage, internationaler Krisen und der immer komplexer werdenden Fahrzeugtechnologie weiter erhöhen würden. Dass wir nun die Marke von über 760 Euro erreichen, unterstreicht, wie stark die sich überlagernden Einflussfaktoren auf die Automobilbranche wirken. Eine baldige Entspannung ist derzeit nicht in Sicht. Umso wichtiger ist eine konsequente Absicherung gegen diese Risiken – sowohl für den Handel als auch für die Endkundinnen und Endkunden. Die Garantie‑ und Reparaturkostenversicherungen von CarGarantie bieten dabei stabile Lösungen, die steigende Kosten abfedern und gleichzeitig zur langfristigen Kundenzufriedenheit beitragen.“