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Motorräder: Reparaturkosten steigen auf über 450 Euro

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Einmal jährlich wertet die CG Car-Garantie Versicherungs-AG die Bestände ihrer Motorrad-Garantieversicherungen aus, um die schadenanfälligsten und kostenintensivsten Bauteile zu identifizieren und die durchschnittlichen Reparaturkosten zu errechnen. Nachdem hierbei erst vor drei Jahren die Schwelle von 400 Euro überschritten wurde, zeigt sich, dass sich der Anstieg ungebremst fortsetzt: Mittlerweile betragen die durchschnittlichen Reparaturkosten für einen Schaden an einem Motorrad mehr als 450 Euro. Für die Schadenanalyse wurden ausgelaufene Gebraucht- und Neumotorrad-Anschlussgarantien aller Marken und Modelle aus dem vergangenen Jahr mit Laufzeiten zwischen 12 und 36 Monaten ausgewertet.

Die Krisen der letzten Jahre und die damit zusammenhängenden Preissteigerungen machen auch vor dem Bike-Sektor nicht halt. Nach Jahren des Anstiegs betragen die durchschnittlichen Reparaturkosten mittlerweile knapp 452 Euro pro Reparatur. Hierdurch steigt das finanzielle Risiko für Biker*innen und den Handel deutlich an. Der Bike-Handel sollte daher rechtzeitig die notwendigen Maßnahmen treffen, um sich gegen das voraussichtlich weiter anwachsende Risiko abzusichern.

Motor als teuerstes Bauteil
Wie bereits im Vorjahr ist sowohl bei gebrauchten als auch bei neuen Motorrädern der Motor für die teuersten Schäden verantwortlich. Bei Gebrauchtmotorrädern beträgt der Anteil des Motors an allen Schadenregulierungskosten 25 % (Vorjahr: 24,7 %), bei neuen Bikes sogar 27,4 % (Vorjahr: 28,1 %). Auf Platz 2 folgt in beiden Fällen die elektrische Anlage mit einem Anteil von 23,9 % bei gebrauchten und 24,1 % bei neuen Motorrädern (Vorjahr: 22,9 % bzw. 23,0 %). Auf dem dritten Platz steht das Getriebe, das bei gebrauchten Bikes für 9,8 % aller Kosten verantwortlich ist (Vorjahr: 10,7 %), bei neuen Bikes für 11,4 % (Vorjahr: 9,4 %).

Elektrische Anlage besonders anfällig
Dass der Motor besonders kostspielige Reparaturen erfordert, zeigt auch ein Blick auf die Verteilung der Schadenhäufigkeit. Obwohl der Motor sowohl bei gebrauchten als auch bei neuen Bikes für mindestens ein Viertel der Kosten verantwortlich ist, liegt er bei der Schadenhäufigkeit mit einem Anteil von 12,3 % (gebrauchte) bzw. 13,6 % (neue) nur auf Platz 2 (Vorjahr: beides 12,6 %). Das Bauteil mit der höchsten Schadenanfälligkeit ist die elektrische Anlage. Bei Gebrauchtmotorrädern ist sie für 26,5 % aller Schäden verantwortlich (Vorjahr: 27,2 %), bei Neumotorrädern für 27,0 % (Vorjahr: 26,0 %). Auf Platz 3 steht bei Gebrauchtmotorrädern in diesem Jahr die Kraftstoffanlage mit 11,6 % (Vorjahr: 10,3 %), bei Neumotorrädern mit 9,8 % das Getriebe (Vorjahr: 10,1 %).

Etwas früherer Schadeneintritt
Einige Unterschiede zum Vorjahr zeigen sich beim Zeitpunkt des Schadeneintritts. Traten im Vorjahr bei Gebrauchtmotorrädern noch 68,2 % der Schäden innerhalb der ersten 5.000 Kilometer auf, stieg dieser Wert im Jahr 2021 auf 72,1 %. Auch bei der Auswertung nach Tagen zeigt sich ein kleiner Anstieg: 2021 wurden 7,8 % aller Schäden innerhalb der ersten 30 Tage gemeldet, 2020 waren es 7,0 %.

Dr. Marcus Söldner, Vorstandsvorsitzender CarGarantie:
„Obwohl sich die meisten Werte im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig geändert haben, sind die durchschnittlichen Reparaturkosten in den letzten Jahren massiv angestiegen. Die Gründe sind in den vergangenen zwei Jahren zu suchen: Chipmangel, Lieferschwierigkeiten und Inflation aufgrund der Corona-Pandemie haben alle ihren Teil dazu beigetragen. Aktuell ist ein Ende des Trends noch nicht absehbar.
Für den Bike-Handel ist das eine zusätzliche Herausforderung, die es zu meistern gilt. Besonders vor dem Hintergrund der kürzlich erfolgten Gesetzesänderungen, etwa zum Gewährleistungsrecht mit der verdoppelten Frist bis zur Beweislastumkehr, ergeben sich hohe finanzielle Risiken.
Erst kürzlich hat CarGarantie in Erwartung dieser Herausforderungen die beliebte BikeGarantie modernisiert. Mit dem neuen Label BIKE Protection kann sich der Bike-Handel optimal gegen Gewährleistungsansprüche absichern, das finanzielle Risiko minimieren und gleichzeitig die Kundenzufriedenheit spürbar erhöhen.“

 

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